Kroatische Auswanderer auf einem Schiff nach Kanada im Jahr 1923. Den Schätzungen zufolge umfasst die kroatische Diaspora, von Europa, über Nord- und Südamerika bis Australien, mehr als zweieinhalb Millionen Menschen.

Nationalpark Kornati (1980), südlich der Städte Šibenik und Zadar, umfasst einen Archipel von rund hundert Inseln, Eilanden und Felsen. Von seiner Schönheit fasziniert, schrieb der Nobelpreisträger, Schriftsteller George Bernard Shaw: „Am letzten Tag der Schöpfung wollte Gott sein Werk krönen, und so schuf er aus Tränen, Sternen und dem Atem die Kornaten."

Im Einklang mit der juridischen Tradition, trägt das kroatische Parlament den historisch überlieferten NamenSabor (deutsch: die Versammlung). Das älteste erhaltene Protokoll einer Sabortagung datiert aus dem Jahr 1273, obwohl gewisse Erscheinungsformen des Sabor schon viel früher erwähnt wurden. Somit zählt der Kroatische Sabor, neben dem isländischen Althing (930) und dem Sizilianischen Parlament (1130), zu den ältesten Parlamenten Europas.

Im Jahr 1990 zählte Kroatien, neben Slowenien und Tschechien, zu den höchst entwickelten Transitionsländern Mitteleuropas. Seine wirtschaftliche Entwicklung wurde aber durch erhebliche, auf insgesamt 37,1 Milliarden US-Dollar geschätzte Kriegsschäden beeinträchtigt, die sowohl die wirtschaftliche Transition als auch die Privatisierungsprozesse erschwerten. Erst im Jahr 2004 konnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) aus der Vorkriegszeit eingeholt werden. Das aktuelle BIP pro Einwohner beträgt 61% des EU-Durchschnitts (2012). Im Jahr 1994 wurde die Nationalwährung Kuna eingeführt.

Die Autobahn Zagreb – Split (A1), Knotenpunkt Žuta lokva. Kroatien verfügt über mehr als 1.250 km Autobahnen, von denen etwa 1.000 km in den letzten fünfzehn Jahren ausgebaut wurden. Der Tunnel Brinje auf der Autobahn A1 Zagreb – Split wurde 2008 in Brüssel im europaweiten Sicherheitsvergleich als einer der sichersten Tunnels Europas ausgezeichnet.

Literatur

Die kroatische Literatur des Mittelalters, einzigartig in ihrer Dreisprachigkeit (Latein, das Altkirchenslawische und die kroatische Volkssprache) und in ihrer Dreischriftlichkeit (lateinische, glagolitische und kyrillische Schrift),...

Traditionskultur

Ein charakteristisches Merkmal der kroatischen Traditionskultur ist ihre ausgesprochene Vielfalt. Die umweltbedingten Gegebenheiten und Einflüsse jener Kulturen, mit denen die Kroaten im Laufe der Geschichte in Berührung kamen...

Theater und Ballett

Wie in den übrigen Ländern der westlichen Zivilisation gehen auch in Kroatien die Anfänge des Theaterlebens auf liturgische Dramen in lateinischer Sprache zurück. Allerdings erschien das weltliche Theater schon Anfang des 14. Jahrhunderts in ...

Gesetzgebende Gewalt

Im Einklang mit der juridischen Tradition, trägt das kroatische Parlament den historisch überlieferten, tradierten NamenSabor (deutsch: die Versammlung). Das älteste erhaltene Protokoll einer ...

Bildungssystem

Die Anfänge des Schul- und Bildungswesens auf dem Gebiet Kroatiens reichen zurück bis ins 10. Jahrhundert und waren bis zum 18. Jahrhundert eng an Kirche und Klerus gebunden. Eine systematische Ausbildung des Volkes begann während der ...

Kinematografie

Die Geschichte der profesionellen kroatischen Kinematografie verzeichnete ihre Anfänge erst Mitte des 20. Jahrhundert. Die ersten erhaltenen Filmaufnahmen kroatischer Landschaften wurden jedoch bereits im Jahr 1898 vom berühmten Kameramann der ...

Wirtschaftliche Transition

Die kroatische Wirtschaft ist eine der stärksten in Südosteuropa und, gemessen am Sozialprodukt, sogar stärker als die Volkswirt­schaften einiger Mitgliedsstaaten der Europäischen Union. Nach dem Zusammenbruch des ...

Kroatien in Kürze

Auf der zeitgenössischen internationalen politischen Szene ist Kroatien seit seiner staatlichen Verselbstständigung von der jugoslawischen Föderation präsent, also lediglich etwas länger als zwei Jahrzehnte. Was aber seine Geschichte und Kultur...